Ja, aber – die Entscheidungsstopper

Alle, die diese Webseite gefunden haben werden das Problem kennen, Entscheidungen treffen zu wollen aber ständig aufgehalten zu werden. Meistens vom eigenen Ich, das immer wieder neue Bedenken einstreut. Klassische Entscheidungsstopper sind zum Beispiel:

Ja, aber
Morgen ist auch noch ein Tag
Was wäre wenn
Vielleicht doch lieber…
Aber Peter hat gesagt…

Diese Liste könnt ihr sicher endlos weiterführen denn in allen Menschen, die Probleme damit haben Entscheidungen zu treffen steckt ein Zauderer, ein Zweifler, ein Schwarzseher und ein Verdränger. Auf einige dieser Klassiker werde ich heute mal etwas näher eingehen.

Problem Lösung Schild

Problem Lösung Schild

Ganz viele Entscheidungen sind mit einem „Ja, aber“ ganz leicht ins Schwanken zu bringen, und ganz viele Personen finden nichts leichter, als mögliche „Ja, aber“ Fälle zu konstruieren. Ich möchte mir den schicken Gebrauchtwagen zum günstigen Preis morgen direkt kaufen. Ja, aber was passiert wenn einen Tag später ein noch besseres Angebot veröffentlicht wird? Langsam wird es Zeit einen Vertrag mit einer Telefongesellschaft abzuschließen, sonst werde ich nie Internet im Haus haben. Ja, aber sind wirklich alle Bedingungen des Vertrags klar und deutlich oder legen die mich mit Zusatzgebühren für SMS Nachrichten später rein? Dies kann man ewig so weiterspielen ohne jemals eine Entscheidung zu treffen. Da „ja, aber“ ist die Angst davor, mal etwas falsch zu entscheiden. Aber sein wir mal ehrlich, manchmal muss man sich auch falsch entscheiden um dazuzulernen und niemand auf dieser Welt wird immer alles richtig machen. Ist es nicht viel besser sich zu entscheiden und damit einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Denn wenn die „Ja, aber“ Fälle nicht eintreffen ist man auch nicht viel weiter, oder?

Scarlett O'Hara

Scarlett O’Hara

Dinge vor sich herzuschieben ist eine weitere sehr verbreitete Art, Entscheidungen zu vermeiden. Schon im Filmklassiker „Vom Winde verweht“ sagte Scarlet O’Hara ständig „Morgen ist auch noch ein Tag.“ Einen interessanten Artikel zu diesem Phänomen kann man hier nachlesen. Das man damit Entscheidungen vor sich her schiebt und Problemen oder Auseinandersetzungen aus dem Weg geht ist eindeutig. Sicher kennt ihr das alle und habt schon mehr als einmal die „Morgen ist auch noch ein Tag“ Verdrängung angewandt. Falls Ihr also Verdränger seid kann ich euch nur empfehlen, feste Zeiten für bestimmte Entscheidungen festzulegen. Das muss bis … entschieden werden, wäre die richtige Einstellung. Bis zum Stichtag kann man alle Für und Wider aufschreiben, nachlesen und gründlich abwägen, kommt jedoch das festgesetzte Datum muss die Entscheidung gefällt werden.