Poker – das psychologisches Spiel der Entscheidungen

Während die einen das Treffen von Entscheidungen als Kunst betrachten denken andere wiederum, dass es sich dabei um ein psychologisches Spiel handelt, das viel über die jeweilige Person aussagt. Die Fähigkeit, Wichtig von Unwichtig zu unterscheiden oder gewisse Faktoren nach belieben ein- oder auszublenden sind Eigenschaften, die bei manchen Menschen wesentlich stärker ausgeprägt sind als bei anderen. Welche Prozesse gehen in einer Person vor, bevor eine Entscheidung getroffen wird? Was hält eine Person davon ab, sich tatsächlich zu entscheiden? Sind schnelle Entscheidungen besser als ruhig abgewägte? Die Psychologie hat viele unbeantwortete Fragen vor sich und immer mehr Experten versuchen Antworten zu finden.

Poker

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Mich fasziniert zum Beispiel sehr die Welt des Glücksspiels, egal ob es sich um Poker handelt oder um das Spekulieren mit Aktien. Sehr oft habe ich mich gefragt, was in den Personen vorgeht, die auf dem Spieltisch 50.000 Euro liegen haben und diese auf ein paar Spielkarten setzen. Oder was ein Börsenmakler denkt, der große Summen auf bestimmte Kursentwicklungen setzt. Ich habe mich aus Neugier mal auf einer Aktienseite umgeschaut, binaereoptionenwelt.de, und war fasziniert von den Möglichkeiten und Variationen, die sich dem Aktienhändler bieten. Wie schafft man es, dort die richtige Entscheidung zu treffen und damit zu leben, ein großes Guthaben auf reine Spekulationen hin zu riskieren. In diesem Vergleich stehen sich Pokerspieler und Aktienhändler sehr nahe, und keiner von ihnen hat es leicht wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen.

Allein für den Pokerspieler fallen mir unzählige Fragen ein, die mich persönlich davon abhalten würden, eine schnelle Entscheidung zu treffen. Aber die Zeit im Spiel ist limitiert und man kann nicht ewig abwägen ob man weiterspielt oder aussteigt. Ich würde mich jedes Mal folgendes fragen:

Ist mein Blatt gut genug?
Welche Kombination kann mein Gegner haben?
Wie viel Geld setze ich diesmal?
Was könnte ich alles mit diesem Betrag kaufen?
Wenn ich verliere, wie geht es weiter?
Wie hoch ist das Risiko, das ich einzugehen bereit bin?

Ich möchte nicht wissen, wie ein Psychologe meine Fragen bewerten würde. Denke ich zu viel? Bin ich zu vorsichtig? Habe ich kein Kriterium, um tatsächlich zu entscheiden? Tatsächlich ist es sehr schwierig sich in verschiedene Situationen und verschiedene Personen hinein zu denken.

Oft wird Poker als psychologisches Spiel betrachtet, bei dem nicht der gewinnt, der die besseren Karten hat, sondern derjenigen, der seinen Kontrahenten am besten einschätzen kann. Den genauen Moment zu finden, um einen Bluff zu wagen oder die Karten hinzuschmeißen, sind absolut maßgeblich, umso mehr wenn es um hohe Geldbeträge geht. Nicht umsonst gibt es die sogenannte Pokermiene, bei der man mit versteinertem Gesicht keine Gefühlsregung nach außen lässt. Da jedes Zögern, jedes Zwinkern und jede Grübelfalte verräterisch sein kann, tragen viele Pokerspiele große Sonnenbrillen.